Astronomie und Fotografie auf Teneriffa II (2018) [Blog]
 
Astronomie und Fotografie auf Teneriffa

11. - 18. Juni 2018
  
  Fertig!
19. Juli 2018  •  22.12 Uhr

Bilder und Texte sind nun komplett nachgepflegt, d.h. der Blog befindet sich in seinem endgültigen Stadium und bleibt freilich in der Zukunft bestehen.
  


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  Muchas gracias!
18. Juni 2018  •  21.24 Uhr

Eine grandiose, aufregende und überaus erfolgreiche Astro-Woche ist zuende.

Ich danke allen Teilnehmenden für Ihr Interesse, ihren Humor und ihre Begeisterung, Patricia für die professionelle Reiseleitung und Peter für die fruchtbare Zusammenarbeit. Studiosus/kultimer danke ich für die Durchführung der Reise.


Ein Roter Teide-Natternkopf (Echium wildpretii) vor einer beinahe gleißend hellen Milchstraße und dem brillanten Mars (links oben). Ein Anblick, den wir in jeder Nacht genießen durften.
  


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  Teide-Stargazer
18. Juni 2018  •  21.45 Uhr

Gruppenfoto vor dem Vulkan auf 2.150 Meter Meereshöhe (eine Teilnehmerin fehlt):


  


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  Kommentar

Stefanie schrieb am 16. Juli 2017 um 7.43 Uhr:
»Lieber Stefan, vielen Dank für den tollen Blog. Wunderbare Bilder! Ich freue mich bereits auf den Beitrag von Namibia :-). Liebe Grüsse«.

Sie möchten auch einen Kommentar abgeben? Gerne! Dazu hier klicken.
  


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  Abschied von den Sternen
26. Juni 2018  •  13.27 Uhr

Auch die allerletzte Nacht der Reise wird dafür genutzt, die Objektive gen Himmel zu richten. Durch die theoretischen Einheiten und die inzwischen eingekehrte Routine gelingen die Himmelsaufnahmen inzwischen bei allen schon fast wie am Fließband.


Jupiter mit dreien seiner Monde (Ganymed, Europa und Kallisto, v.l.n.r.). Io steht gerade genau vor dem Planeten ist ist nicht sichtbar. Unten im Bild der Doppelstern »Zuben Elgenubi« (alp2 Lib). Die Aufnahme entstand in der Dämmerung um 21.32 Uhr.


Schon hat der Mond (oben) wieder einen mächtigen Abstand von Venus (unten) gewonnen und dabei zugenommen. Doch das Ensemble über den »Roques de García« in der Abenddämmerung um 22.00 Uhr ist dennoch der Knüller.


Bewegung des Kleinplaneten »Ceres« zwischen dem 13. und dem 17. Juni 2018 im Sternbild Löwe. Ceres wurde erst im Jahre 1801 entdeckt. Der hellste Stern links der Bildmitte ist EO Leonis (5.7 Magnituden), Ceres selbst war zum Aufnahmezeitpunkt 8.7 Magnituden hell. Beim Auffinden mag das rote »Fadenkreuz« hilfreich sein.


Mars (links) und die helle Sommermilchstraße über den »Roques de García«. Das Bild entsteht um 4.04 Uhr mit  24 Millimeter Brennweite bei Blende 1,4, ISO 6.400 und wird 8 Sekunden lang ohne Nachführung belichtet.


Das gleiche Motiv mit einem veränderten Vordergrundfelsen nehme ich um 4.30 Uhr noch einmal auf. Allerdings blende ich das Objektiv auf 2,0 ab, um die Abbildungsqualität in den Bildecken zu steigern. Das komplette Sternbild Skorpion ist noch zu sehen, allerdings in liegender Position und dem Untergange geweiht. Am Horizont zeigt sich »Skyglow« in Form von violetten und grünen Schleiern.


Noch einmal tausche ich den Vordergrund aus, nun gegen den »Roque Cinchado«. Die Uhr zeigt 4.44 Uhr. Alle technischen Daten entsprechen dem obigen Bild, jedoch verlängere ich die Belichtungszeit auf zehn Sekunden.

In Anbetracht der späten Stunde schlendere ich zurück zum Hotel.


Vor dem Eingang nehme ich um 5.20 Uhr noch dieses experimentelle Bild von Mars auf. Es handelt sich um eine Mehrfachbelichtung, wobei ich von Belichtung zu Belichtung das Objektiv immer weiter defokussiere.
  


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  Ausfahrt am letzten Tag
26. Juni 2018  •  11.40 Uhr

Eine ganztägige Bustour verschafft uns am letzten Tag nochmals gänzlich andere Eindrücke von der kanarischen Insel. Einige Fotostopps legen wir ein, bevor wir schließlich Masca erreichen, ein kleines, in einer Schlucht verwegen gelegenes Bergdörfchen.

Noch in der Caldera, am Fuße des Teide, halten wir an dem Aussichtspunkt »Minas de San Jose«:


Lavagestein, soweit das Auge reicht. »So wird es auf dem Mond aussehen«, denkt man. Doch dann taucht die Sternwarte am Horizont auf und macht diese Illusion zunichte.

Weiter geht es zur »Piedra de la Rosa«, eine der wenigen radial verlaufenden Basaltsäulen-Strukturen, die es weltweit gibt.


Eine Laune der Natur beschert uns dieses Motiv. Die Steinrose liegt auf knapp 1.500 Meter Meereshöhe, also meist eingebettet in den Nebel der Passatwolken. Doch heute scheint die Sonne darauf.

Aus dem fahrenden Bus gelingen mir die beiden folgenden Schnappschüsse:


Ein Teil der Küstenstadt »Puerto de la Cruz«. Die gute Fernsicht ist bemerkenswert. Sogar der Leuchtturm lässt sich im linken Bilddrittel (klein vor einer Brandungswelle) ausmachen.


Farbprächtige Häuser in »La Orotava« (Nähe der Einmündung »Calle Pedro Trujillo Delgado«).

Am »Mirador de La Grimona« mussten wir anhalten, um nach so vielen trockenen Tagen das Meer wenigstens einmal anzuschauen.


Welch ein Kontrast zu den Lavafeldern, der Trocken- und Kargheit, den Steinen, dem Staub und Sand in der Höhe! Der Felsen wird auf Karten als »La Baja« bezeichnet.


Blick auf »Punta del Guindastes« in der »Baja de los Realejos«.


Ein Vertikalschwenk der Kamera während einer vergleichsweise langen Belichtungszeit führt zu diesem gemäldeartigen Foto von Meer, Himmel und Weite.

Das nächste Ziel ist der Ort »Garachico« an der westlichen Nordküste. Von einem Restaurant weit oberhalb haben wir einen sensationellen Überblick.


Garachico mit dem »Roque de Garachico« (Felsen).


Wie sehr alleine die Ausschnittswahl beim Fotografieren das Ergebnis beeinflusst, verdeutlicht dieses Foto, auf dem nur noch der Roche zu sehen, Garachico aber weggelassen ist.


Diese surreale Darstellung von Garachico ist das Resultat einer Doppelbelichtung.

Unsere Weiterfahrt mündet auf abenteuerlichen Serpentinen, die letztlich nach Masca führen, wo wir uns mit Speis' und Trank versorgen wollen.

Doch auf der Strecke hat es uns ein weiterer Aussichtpunkt angetan, der einen guten Überblick und Blicke zu den Nachbarinseln erlaubt.


Diese schroff aufsteigenden Felsen lassen nicht daran glauben, dass es möglich ist, durch solche Landschaften Straßen zu bauen. Im Hintergrund ragt La Gomera ins Bild.


Die kleine Bergstraße quält sich in unendlich vielen Kurven talwärts. Wir sind in einem bewusst kleinen Bus unterwegs, um diese Passage zu schaffen. Die Insel im Hintergund ist La Palma.


Durchziehende Wölkchen werten das Motiv auf. Außer La Gomera im Hintergrund ist zu sehen, dass nur wenige Menschen in dieser extremen Landschaft siedeln.


Auch Masca wird, wenn man die Touristen abzieht, von gerade einmal 100 Seelen bewohnt.


Auf dem zentralen Dorfplatz steht ein alter Ficus-Baum. Ich belichte ihn mutwillig über, damit die Düsterheit verschwindet, die seine Krone durch ihren Schatten hervorruft.

Auch die Rückfahrt zum Hotel bietet noch Fotogelegenheiten, zum Beispiel der »Mirador de Sámara«. Sogar eine kleine Wanderung unternehmen wir hier, um danach in Richtung Hotel aufzubrechen. Dort wartet erst ein Abendessen auf uns, dann eine letzte, wiederum sternklare Nacht.


Fast schon »Zen-Art«: Eine einzelne, orographische Wolke über dem Teide-Gipfel.
  


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  Der Gipfelsturm
25. Juni 2018  •  14.03 Uhr

Da es kein Tagesprogramm gibt, entscheide ich mich, zusammen mit Patricia, vom Hotel aus loszulaufen und den 2.718 Meter hohen Gipfel des »Mount Guajara« zu besteigen. Zwar führt ein ungefährlicher Wanderweg bis auf die Spitze, aber die Sonne brennt erbarmungslos von einem wolkenlosen Himmel und die Tour wird zur Hitzeschlacht. Schatten oder Wind? Fehlanzeige.


Mond und Venus haben ihre größte Annäherung an diesem Tag gegen 12.00 Uhr mittags. Um 11.40 Uhr finde ich das Duo am blauen Himmel auf und lichte sie mit einem eigens dafür mitgeschleppten Teleobjektv ab! Beide Himmelskörper sind auch für das bloße Auge erkennbar, wenn auch mit Mühe.

Um 13.30 Uhr erreiche ich den Gipfel. Das unglaublich eindrucksvolle Panorama lässt die Strapazen des Aufstiegs schnell vergessen.


Ein unvergleichlicher Anblick vom Gipfel: Man überschaut die gesamte Caldera, die nach Norden hin vom Teide-Vulkankegel begrenzt ist.


Beweisfoto der Gipfel-Erstürmung.


Screenshot der GPS-App auf dem Smartphone. Bei der Höhe übertreibt die App ein wenig: 2.718 Meter ist der Literaturwert.


Noch nie zuvor habe ich die bizzare Felsformation »Roques de García« in den Relationen zum Parador-Hotel dergestalt erfassen können.


Weit entfernt am Horizont tauchen sogar die Sternwartenkuppeln auf. Sie sind fast 14 Kilometer weit entfernt (Luftlinie).


Als Rückweg suchen wir uns eine etwas anspruchsvollere Route aus, auf der vor Steinschlag gewarnt wird. Doch wir überleben...

Nach dem Abstieg und der Ankunft im Hotel bleibt mir nur noch Zeit für eine Dusche, dann schon steht der nächste Vortrag an. Mein offzielles Seminarthema am heutigen Tag lautet »Astrofotografie mit nachgeführter Kamera«. Doch ich integriere noch die »Die Chancen der Bildbearbeitung« und greife damit entsprechende Anregungen aus der Gruppe auf.
  


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  Im »Observatorio del Teide«
25. Juni 2018  •  1.38 Uhr

Am heutigen Tag freuen sich alle sehr auf unseren Besuch der Profisternwarte Observatorio del Teide. Zum 2.400 Meter hohen Berg Izaña, wo zahlreiche Teleskope zur Sonnen- und Nachtbeobachtung errichtet wurden, bringt uns ein Bus nach etwa einstündiger Fahrt.

In glasklarer Atmosphäre ragen die weißen Kuppeln in den stahlblauen Himmel - schon tagsüber ein magischer Ort! So also sieht eine Einrichtung aus, mit der ständig neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Objekte und Vorgänge im Universum gewonnen werden.

Um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie eine Sternwarte funktioniert, ist für uns eine Observatoriums-Tour gebucht, die von der Agentur »Volcano Teide Experience« durchgeführt wird.



Ein bisschen fühlen wir uns als Darsteller in einem Sciene-Fiction-Film.


Stefanie ist unser Tourguide und lädt zu einer Live-Beobachtung der Sonne ein. Anhand des Schattens auf dem Boden ist zu erkennen, dass das Teleskop direkt auf die Sonne zielt!


Zwei Amateuerteleskope wurden eigens für uns aufgestellt, um die Sonne im Weißlicht (Photosphäre, vorderes Gerät) und im H-Alpha-Licht (Chromoshäre, hinteres Gerät) beobachten zu können. Leider zeigten sich eine nur geringe Aktivität und keine Sonnenflecken.


Stefanie erläutert die Funktionsweise des »Carlos Sánchez-Teleskops«. Es verfügt über einen Hauptspiegel mit 152cm Durchmesser und wurde 1971 in Betrieb genommen. Wir erfahren auch lustige Details, zum Beispiel, dass Teile der Rahmenmontierung aus einem deutschen Panzer stammen. Hier und dort ist schon ein bisschen Rost zu sehen, aber deshalb zählt das Instrument noch lange nicht zum Alteisen: Erst kürzlich wurde eine neue Kamera japanischer Herkunft installiert, die auf dem Foto unten abgebildet ist.

Nach der Tour erkunden wir auf das Sternwartengelände auf eigene Faust.


An einer Flanke der Pyramide des »SolarLab« (Laboratorio Solar) ist eine aufwändig konstruierte Sonnenuhr angebracht. Mit sechs verschiedenen Instrument ausgestattet, wird dort seit 25 Jahren täglich unser Tagesgestirn beobachtet.


Seit dem letzten Neumond sind erst 50 Stunden vergangen. Daher ist die Mondsichel noch sehr dünn und nicht besonders hell. Nur 4,9 Prozent der sichtbaren Mondoberfläche sind bereits beleuchtet. Trotzdem ist es mir gelungen, sie am Mittagshimmel um 16.45 Uhr zu erspähen und auch zu fotografieren. Der Kontrast dieser Aufnahme wurde etwas gesteigert, um die Darstellung zu verbessern.

Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz: Wir sind zum Abendessen in der »Residencia« des Observatoriums eingeladen, bevor wir den Sonnenuntergang und den Einbruch der Nacht vom Sternwartengelände aus verfolgen. Erst gegen Mitternacht treten wir unsere Rückfahrt in Richtung Hotel an.


Die Sonnenteleskope (vorne GREGOR, hinten das VTT) haben ihre Kuppeln geschlossen. Ein deutliches Zeichen dafür, dass nun die Zeit der Nachtastronomen gekommen ist.


Das »STELLA Robotic Observatory« verfügt über zwei Teleskope mit jeweils 1,2 Meter Spiegeldurchmesse, wird vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam betrieben und beobachtet mit hochauflösenden Spektrographen und großem Gesichtsfeld. Schon kurz vor Sonnenuntergang öffnen sich die Schiebedächer.


Bei der Inbetriebnahme von Teleskopen spricht man gerne vom »First Light«. Analog dazu könnte man das Foto »Last Light« nennen, denn die letzten Sonnenstrahlen des Tages treffen auf die Sternwartenkuppeln.


Die vom Bildaufbau her stark veinfachte Darstellung des Teide hat schon fast das Zeug zum Piktogramm.


Die Horizontsicht ist heute nicht besonders gut. Während die Passatwolken in den tieferen Lagen fast immer vorhanden sind, zeigen sich an diesem Abend in einer zweiten Schicht auch deutlich höhere Wolken, allerdings nur in großer Entfernung. Immerhin beschert uns das einen ausgesprochen farbenprächtigen Sonnenuntergang.


Die zarte Sichel des zunehmenden Mondes wertet den ohnehin schon spektakulären Dämmerungshimmel zusätzlich auf. Wen das kalt lässt, dem ist nicht mehr zu helfen...


Die satten Farben des Himmels nach Sonnenuntergang sind ein gefundenes Fressen für unsere Fotokameras.


Es sind erhebende Monente, wenn der Himmel nach Sonnenuntergang immer dunkler wird und stetig mehr Gestirne auftauchen. Hier dominieren Mond (unten) und Venus (oben), aber auch Kastor und Pollux (rechts) sowie Prokyon (Mitte, unten) sind schon gut zu sehen.


Teide-Rauken sind nicht zu verwecheln mit Teide-Rabauken.


Mondsichel (unten) und die Venus (oben). Dank der klaren Atmosphäre und der hohen Stellung des Mondes kommt das aschgraue Licht besonders gut zur Geltung. Die eigentlich unbeleuchtete Seite des Mondes ist sichtbar, weil die beschienene Erde Sonnenlicht dorthin reflektiert.


Links der Mond und Venus, etwas weiter rechts Kastor und Pollux in den Zwillingen. Mit scharfen Augen kann Merkur weit rechts im Bild aufgefunden werden, nämlich bereits in der orangefarbenen Zone, kurz vor seinem Untergange.


Die von den Lichtern der Stadt »Puerto de la Cruz« von unten angeleuchteten Passatwolken sehen aus wie glühende Lava. Links der Mond und Venus, etwas weiter rechts Kastor und Pollux in den Zwillingen.


Das Sternbild Wolf (Lupus) sowie Alpha- und Beta-Centauri. Zur besseren Orientierung...


... hier das eingezeichnete Sternbild Wolf und zwei markierte Sterne. α steht für »Alpa Centauri«, der auch »Rigel Kentaurus« oder »Tolim« genannt wird. Er ist nur 4,3 Lichtjahre von uns entfernt und eine Komponente seines Mehrfachsystems (»Proxima Centauri«) ist der naheste Stern nach der Sonne überhaupt. β ist »Beta Centauri«, auch »Hadar« oder »Agena« genannt. Er ist über 500 Lichtjahre von uns entfernt! Beide Sterne stehen so weit südlich, dass sie selbst von Teneriffa aus nur schwer zu beobachten sind. Nach ihrem Aufgang steigen sie wenige Grad über den südlichen Horizont auf, bevor sie nach nicht einmal vier Stunden wieder unter den Horizont sinken.


Eifriges Treiben mit Stativen und Kameras nach Einbruch der Dunkelheit. Noch steht der Mond knapp über dem Horizont. Etwas weiter oben die helle Venus.


Von dieser Szene über der Kuppel der »Optical Ground Station« (OGS), betrieben von der ESA (European Space Agency), nehme ich 39 Einzelbilder mit je 30 Sekunden Belichtungszeit auf. Die Bildserie kombiniere ich anschließend mit einer speziellen Software zu dieser Strichspuraufnahme.
  


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  »Clear Skies«
24. Juni 2018  •  19.53 Uhr

Als wir von unserer Wanderung am Vormittag zurückkehren, haben wir berechtigten Bedarf nach einer Erholungspause. Erst danach fühlen wir uns fit genug für meinen nächsten Vortrag mit dem Titel »Die Milchstraße fotografieren«, bei dem aber auch die Themen »Fotos von und in Sternwarten« sowie »Strichspuraufnahmen von Sternen« angesprochen werden.

Nun kann die zweite Nacht kommen, die wolkenlos und sternenklar werden soll.

Sogleich nach dem Abendessen habe ich zu einer besonders spannenden Jagd eingeladen: Schon bald nach Sonnenuntergang sollte bei guten Bedingungen tief im Westen der junge Mond als hauchdünne Sichel, 23 Stunden nach Neumond, aufzufinden sein. Dazu eventuell der schwer zu beobachtende Planet Merkur, der sich stets in der Nähe der Sonne aufhält.

Halali, die Jagd ist eröffnet!


Bingo! Nach anstrengender Suche können wir sowohl junge Mondsichel (links) und den Planeten Merkur (rechts) sichten, die sich in der noch hellen Dämmerung ein Stelldichein geben. Die Freude ist groß, als es immer mehr Beobachtern gelingt, diese schnell vergängliche Konstellation mit der Kamera einzufangen.


Dann geht es blitzschnell: Schon schickt sich die hauchdünne Mondsichel an, unter den Horizont zu sinken. Merkur ergeht es nicht besser.


Fröhliches Sternekreiseln über dem Gipfelmassiv des Teide-Vulkans. 246 Einzelaufnahmen mit je 30 Sekunden Belichtungszeit werden verwendet, um daraus dieses Endprodukt zu errechnen. Die Gesamtbelichtungszeit beträgt demnach mehr als zwei Stunden.
  


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  Wanderung durch die Cañadas
24. Juni 2018  •  18.02 Uhr

Schlafanzug aus, Wanderstiefel an! Okay, das Frühstück habe ich unterschlagen. Aber wir brechen bereits um 9.00 Uhr auf zu einer Wandertour durch die »Roques de García«. Noch steht die Sonne nicht so hoch und das Licht ist zum Fotografieren besser geeignet als zur Mittagszeit. Start und Ziel ist das Hotel und innerhalb von drei bis vier Stunden sind rund 150 Höhenmeter (in beide Richtungen) zu bewältigen.


Patricia erklärt die vor uns liegende Wanderroute.
 

Ein Teide-Natternkopf aus der Vogelperspektive. Gedenk der Größe dieser Pflanzen funktioniert eine solche Aufnahme nur bei kleinen Exemplaren und nach kräftigem Strecken.


Diese Formation aus Basaltsäulen wird »La Catedral« (Kathedrale) genannt. Wir verknüpfen das Gelb des Ginsters mit dem Himmelsblau, um zwei komplimentäre Farben im Bild unterzubringen.


Durch den Ginster können wir eine Tiefenstaffelung erreichen, nämlich eine Gliederung des Bildes in Vorder-, Mittel- und Hintergrund.


Eine vertikal geschwenkte Kamera während einer relativ langen Belichtungszeit ist ein Versuch, die Illusion einer »Kathedrale« zu intensivieren. Und tatsächlich fühle ich mich entfernt an die »Kathedrale Sagrada« in Barcelona erinnert.


Nach Streckenabschnitten durch karge Steinwüsten erfreut sich das Auge (und die Kamera) an den Farben des gelb blühenden, »Klebrigen Drüsenginsters« (Adenocarpus viscosus). Selbstredend ist auch diese Pflanzenart ein Endemit der Kanaren.
  


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  Volle Action in der ersten Sternennacht
24. Juni 2018  •  16.07 Uhr

Unsere heutige Busfahrt endet am Hotel »Parador« das, inmitten des Nationalparks auf 2.150 Meter Meereshöhe, unser Zuhause für kommenden fünf Tage und Nächte sein wird.

Nach einer wohlverdienten Ruhepause halte im Hotel an Nachmittag den Vortrag »Sterne fotografieren«. Alle lauschen gespannt, denn schon bald stehen wir mit unseren Kameras unter den Sternen! Und dann ist jeder gute Rat teuer.

Zuvor nehmen wir ein schmackhaftes Abendessen zu uns. Doch schon während des Nachtischs schaue ich immer wieder auf die Uhr, denn der Sonnenuntergang wartet nicht auf uns. Also rüsten wir uns direkt nach dem Essen für einen kurzen Marsch zu einer Beobachtungsplattform, von der aus der Sonnenuntergang in vollen Zügen genossen wird.


Über eine kurze, gut gesicherte Steintreppe erreichen wir diese etwas erhöhte Plattform. Wer einen glutroten Sonnenball am Horizont erwartet hat, wird eines Besseren belehrt: Durch die extrem klare Atmosphäre verschwindet die Sonne gleißend hell hinter einem Bergrücken.


Doch nicht nur zur Sonne schauen! Auch in der Gegenrichtung tut sich Dramatisches: Allerletzte Sonnenstrahlen erreichen noch den Gipfel des »Mount Guajara«, dem 2.718 Meter hohen »Hausberg« unseres Hotels. Unter den Ureinwohnern, den Guanchen, wurde die folgende Legende verbreitet: "Als Teneriffa von den Spaniern erobert wurde, lebte die Guanchen-Prinzessin namens Guajara. Ihre Ehe war unglücklich und blieb kinderlos. Als ihr Mann Guajara verließ, irrte diese verzweifelt in der Gegend umher. Und nachdem sie erfuhr, dass ihr Ex-Mann im Kampf gegen die Spanier getötet wurde, stürtzte sie sich von einem Berg, der alsdann nach ihr benannt wurde. In Neumondnächten soll man dort noch heute ihre Klagerufe vernehmen können."


Der »Roque Cinchado«, ein Wahrzeichen von Teneriffa, kontrastiert als Silhouette im Lichte der farbenfrohen Abenddämmerung. Auf der früheren Eintausend-Pesetas-Banknote war dieser Felsen, ein ehemaliger Vulkanschlot, abgebildet.
Nach einer Weile erkenne ich auf der rechten Flanke des Felsens ein Gesicht:


Dem »Roque Cinchado« ein Gesicht geben: Einen Ausschnitt aus dem obigen Bild habe ich nachträglich etwas in die Breite gezogen, also verzerrt dargestellt. Durch diesen »Eingriff« wird das Gesicht des Felsens noch besser erkennbar.

Wir steigen wieder ab von unserer Plattform und laufen wieder ins Hotel. Kleidung und Ausrüstung wird gewechselt, um für die dunkle und kalte Nacht gewappnet zu sein. Ich biete eine »Trockenübung« an, um sicherzustellen, dass alle ihre Kameras so eingestellt haben, dass der Sternenhimmel und die Milchstraße möglichst eindrucksvoll abgelichtet werden kann.

Doch schon ruft »der Ernst des Lebens«: Die Internationale Raumstation (ISS) soll am Dämmerungshimmel erscheinen! Recherchiert habe ich den Überflug auf der Webseite www.heavens-above.com.


Die Internationale Raumstation (International Space Station / ISS) fliegt über die »Roques de García«, unterhalb der hellen Venus. Sie zieht als helles (-1,3 Magnituden) helles, punktförmiges Objekt über den Himmel und wird auf einer lang belichteten Aufnahme als Strich abgebildet. Die ISS erscheint  um 20.58 Uhr und verschwindet um
21.05 Uhr im Erdschatten. Die Entfernung zur ISS zum Aufnahmezeitpunkt beträgt ewa 1.000 Kilometer. Die Aufnahme ist ein Komposit aus 37 Einzelaufnahmen, von denen jede 4 Sekunden lang belichtet wurde.

Geschafft! Aber es bleibt kaum Zeit zum Verschnaufen, denn das nächste Highlight steht an: Ein Überflug des »Hubble Space Teleskops« (HST) und das wollen wir nicht verpassen! Praktisch jeder kennt die atemberaubend schönen Aufnahmen, die dieses im Weltall stationierte Teleskop liefert. Aber wer hat es schon einmal am Himmel gesehen? Recherchiert habe ich den Überflug ebenfalls auf der Webseite www.heavens-above.com.


Das Hubble Space Telescope (HST). Da es sich als punktförmiges Objekt langsam über den Himmel bewegt, erscheint es auf dieser vier Sekunden lang belichteten Aufnahme als Strich, während die Sterne punktförmig geblieben sind. Aufnahmezeitpunkt: 21.55.20 Uhr. Bitte den doppelten Stern etwas rechts der Strichspur beachten: Die hellere (obere) Komponente davon ist der 3,9 Magnituden helle Stern »Zaniah« (eta Vir) im Sternbild Jungfrau. Das HST war zum Aufnahmezeitpunkt etwa 540 Kilometer weit weg, seine scheinbare Helligkeit betrug ca. 0,8 Magnituden. Der komplette Überflug dauerte ca. zehn Minuten.


Schon mit einem Teleobjektiv mit 135 Millimeter Brennweite auf einen Fotostativ gelingt es, Jupitermonde abzubilden: Hier Kallisto links unterhalb und Ganymed oberhalb des Planeten. Etwas weiter unten ist der Stern »Zuben Elgenubi« (alp2 Lib) erfasst, inklusive der zweiten, lichtschwächeren Komponente »alp1 Lib«, denn ist ein Doppelstern. (21.51 Uhr).

Dann endlich absolute Dunkelheit und ein Sternhimmel wie im Planetarium bzw. wie im Bilderbuch.


Die Sternhaufen Messier 7 (unten) und Messier 6 (oben) in den Sternwolken der Milchstraße im Sternbild Schützen. Belichtet eine Sekunde lang bei Blende 2,0, ISO 6.400 und 135mm Brennweite um 23.10 Uhr.


Superhelle Milchstraße über der kleinen Kapelle vor dem Parador-Hotel. Rechts der Bildmitte ist der helle Stern Antares im Sternbild Skorpion zu sehen, links oberhalb der Bildmitte der Ringplanet Saturn. Belichtet 6 Sekunden lang bei Blende 1,4, ISO 3.200 und 24mm Brennweite um 2.42 Uhr.


Das kompakte Sternbild Leier (Lyra) mit dem hellen Hauptstern Wega. Wega ist der fünfthellste Stern am gesamten Firmament. Zur besseren Erkennbarkeit...


... sind hier die Verbindungslinien eingezeichnet. Zu beachten ist auch Epsilon Lyrae als Doppelstern (links oberhalb von Wega). In Wirklichkeit ist das ein Vierfachstern, denn im Teleskop zeigen sich die beiden Komponenten jeweils nochmals als Doppelsterne.


Großer Wagen und die Jagdhunde. Besser erkennbar...


... mit eingezeichneten Verbindungslinien. Gut zu sehen ist das »Reiterlein« (der Stern Alkor), der ganz knapp oberhalb von »Mizar« steht - der mittlere der drei Deichselsterne.
  


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  Hinauf auf den Vulkan
24. Juni 2018  •  12.56 Uhr

Am Morgen des dritten Reisetages verfrachten wir unsere Koffer in den Bus, der uns in den »Teide-Nationalpark« zu unserem Hotel bringen soll. Doch auch der Weg ist unser Ziel und wir wollen an schönen Orten halten, um zu begreifen, dass wir mit jedem Höhenmeter in eine gänzlich andere Welt vordringen. Herrscher dieser Welt ist der Vulkanismus und namentlich der Teide, der - hoch aufragend - in den kommenden Tagen praktisch immer zu sehen sein wird.


Auf kurvigen Straßen geht es stetig hinauf, wobei verschiedene Klimazonen zu passieren sind. Zwischen 600 und 1.500 Meter Meereshöhe ist die Niederschlagsmenge durch die Passatwolken hoch und es gedeihen üppige Lorbeer- und Baumheidewälder. In diesem Bild versuche ich, durch eine Spiegelung in der Scheibe des fahrenden Buses diese Vegatation mit dem Verlauf der Straße zu kombinieren.


Der erste Fotostopp gilt ihm: Dem 3.718 Meter hohen Teide-Vulkan. Er ist sogar der höchste Berg von Gesamtspanien. Seine ausgeprägte Dreiecksform versuche ich im Bild zu wiederholen: Auch die rechts anflankenden Passatwolken z.B. bilden ein geometrisches Dreieck.


Schon wenige Kilometer später folgt die nächste Fahrtunterbrechung. Grund ist...


... nicht etwa dieser Drachenflieger, der in die Passatwolken hinabschwebt, sondern...


...der erste Blick zur Sternwarte! Während diese Aufnahme zeigt, auf welch mächtigem Bergmassiv das Observatorium thront, ...


... vermittelt dieses Foto eher die schier unendliche Weite über den Teleskopen, die es zu erforschen gilt.

Der nächste Halt findet statt am Besucherzentrum des Nationalparks (»Centro de Visitantes de El Portillo«). Eine Art Museum vermittelt kurzweilig Informationen über die Geographie, Geologie und den Vulkanismus von Teneriffa. Wir wohnen einer Filmvorführung bei, die den Vulkanismus auch für blutige Laien verständlich darstellt. Ebenfalls Bestandteil des Besucherzentrums ist ein botanischer Garten und eine Aufzuchtstation für einheimische Pflanzenarten.


Jeder, der nach Teneriffa reist, möchte den Blütenstand des Teide-Natternkopfes (Echium wildpretii) sehen. Wir haben Glück, denn die meisten Exemplare stehen in Hochblüte. In Extremfällen werden sie bis drei Meter hoch und wachsen scheinbar in den Himmel...


Ich habe sie einfach »zum Knuddeln gerne«, die Natternköpfe!


Hunderte dieser hübschen Einzelblüten formen die gigantistischen Blütenstände.


Wesentlich seltener als Echium wildpretii ist der Blaue Teide-Natternkopf (Echium auberianum). Im botanischen Garten des Besucherzentrums entdecke ich ein Exemplar und kann noch schnell dieses Foto abseits des Weges schießen, bevor Ranger erscheinen und die Besucher zur Disziplin aufrufen.


Der Kanarische Schöterich (Erysimum scoparium)
gehört in die Familie der Kreuzblütler. Ihn gibt es nur auf Teneriffa. Er enthält mehrere herzwirksame Glykoside, gilt demnach als Giftpflanze.


Das Vorkommen der Beinwellblättrigen Zistrose (Cistus symphytifolius) ist auf Teneriffa und La Palma beschränkt. D.h. es ist eine auf den Kanaren endemische Pflanzenart. Der Strauch wird im Extremfall mannshoch, die Blüten sind groß und haben etwa sechs Zentimeter Durchmesser.
  


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  La Laguna
19. Juni 2018  •  19.04 Uhr

Die erste Nacht gönnen wir uns zur Erholung von den Mühen der Anreise. Nach dem gemeinsamen Essen am ersten Abend und einem kurzen Kennenlernen freuen sich alle auf ihr Bett.

Im Anschluss an das schmackhafte Frühstück am ersten Morgen halte ich meinen Vortrag »Photographieren statt Knipsen«, in dem technische sowie gestalterische Aspekte aufgezeigt werden, um bessere Fotos zu erzielen. Unmittelbar danach starten wir zu einem fotografischen Streifzug durch die Stadt, um der Theorie Praxis folgen zu lassen.

San Cristóbal de La Laguna, wie die 1496 von den spanischen Eroberen Teneriffas gegründete Stadt offiziell heißt, liegt im Nordosten der Insel auf etwa 550 Meter Meereshöhe. Der pittoreske Stadtkern wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, entsprechend pulsiert dort das Leben - nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Touristen. Patricia, unsere Reiseleiterin, versorgt uns mit allen wichtigen Hintergrundinformationen, denn man sollte etwas verstehen von den Dingen, die man fotografiert.

Unsere Herausforderung besteht nun darin, nicht in »wilde Knipserei« zu verfallen, sondern vor jeder Aufnahme gestalterische, formale und ästhetische, aber auch technische Aspekte zu optimieren. Das ist keineswegs trivial, so dass wir uns pro Motiv eine Menge Zeit nehmen.


Bunte Häuser und eine entspannte Lebensweise vermitteln eine angenehme Atmosphäre.


Mensch und Tier, jung und alt bilden eine harmonische Einheit.


Die heimeligen Fassaden dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass in La Laguna eine Menge Touristen ein- und ausgehen und für Umsatz sorgen.


Zur Mittagszeit (»Siesta«) wirkt die sonst belebte Stadt bisweilen wie ausgestorben.


Einheimische sieht man zur Siesta nicht, allenfalls ein paar Touristen.


Die Suche nach »Asymmetrischer Harmonie« führte zu dieser sorgsam gestalteten Aufnahme.


Das Anhauchen der Frontlinse führt zu einem verklärenden Stadtbild, das meiner Meinung nach recht gut zu La Laguna passen will.


Gelungene Fotos zeichnen sich oft durch Einfachheit aus: Nur wenige Farben, Objekte und Linien sorgen dafür, dass das Auge nicht ziellos im Bild unherirrt, sondern einen Ruhepol findet; in diesem Fall die Vase.


Das Foto dieses Kanarische Drachenbaumes (Dracaena draco) beim ehemaligen Kloster ist dadurch belebt, dass es gegenüber dem Automatikwert überbelichtet wird. Außerdem wird die Sonne mit einer kleiner Blendenöffnung integriert, so dass diese als »Stern« abgebildet wird.


Diesen Balkan-Bärenklau (Acanthus hungaricus) am Eingang des (ehemaligen) Klosters in La Laguna. lichte ich mit extrem geringer Schärfentiefe ab, so dass der Hintergrund in weicher Unschärfe
(»Bokeh«) zerfließt.


Als jemand auf dieses Fenster zeigt und fragt: »Wie fotografiert man das am besten?«, bringt mich das zum Nachdenken. Schließlich schlage ich vor zu warten, bis eine Wolke durchzieht, die Schärfentiefe so zu steuern, dass Fenster und Wolke gleichzeitig scharf werden und das Ergebnis in ein Schwarzweißbild unzuwandeln. So kommt, meiner Meinung nach, die einzelne Aeonie im Fensterrahmen am besten zur Geltung.


Linien und Flächen, Diagonalen und »Eckläufer«, geometrische Formen (Dreiecke) und Flächenverhältnisse spielen bei der Gestaltung dieser Aufnahme eine Rolle. Eine rote Rose direkt vor dem Objektiv führt zu einer Belebung des ansonsten ziemlich statischen Motivs.


Holz prägt die Bauweise vieler historischer Bauten in La Laguna. In Innenhof dieses Hauses fotografiere ich durch eine Skulptur im Vordergrund hindurch, um den Betrachter für die Frage zu interessieren, was das wohl sein könnte. Fotos dürfen Fragen stellen!
  


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Studiosus / kultimer
  Sich ein Bild machen
20. Mai 2018  •  11.29 Uhr

Um sich eine Vorstellung davon zu machen, wie diese Reise verlaufen wird, lohnt der Blick in die Reiseblogs Teneriffa 2016 II, Teneriffa 2016 I und Teneriffa 2015. Inhaltlich und vom Ablauf her ist diese Reise sehr ähnlich.



Während der Reise werden auf dieser Webseite tagesaktuell(!) Bilder und Meldungen erscheinen.
  


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  Fotomotto
21. Mai 2018  •  14.28 Uhr

Mein persönlicher, fotografischer Schwerpunkt der Woche:

»Bokeh to the Max«
  


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  Rien ne va plus!
14. Mai 2018  •  23.26 Uhr

Die Reise ist nicht mehr buchbar.
  


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20. März 2018  •  11.26 Uhr

Links
1. Hotels: Laguna Nivaria Parador
2. Wetter
    2.1 Vorhersagen: Wetter.com Meteoblue
    2.2 Satellitenfilm Wolken: Sat24
    2.3 Messwerte: Observatorium
3. Webcams: Gregor Observatorium
4. Sternhimmel: Heavens-Above (Man muss auf heavens-above.com ausgeloggt sein)
5. Wikipedia Länderinfos: Teneriffa Kanarische Inseln
6. Sternwarte: Observatorio del Teide
7. Fluggesellschaft: Condor Online Check-in

Koordinaten
1. Hotel »Parador« • Link zu GoogleMaps
N 28°13'26.5" / W 16°37'37.7" • N 28.224032 / W 16.627146 • Höhe: 2.200m

2. Sternwarte • Link zu GoogleMaps
N 28°18'04.4" / W 16°30'39.5" • N 28.301222 / W 16.510981 • Höhe: 2.400m

Zeitzone
Kanarische Inseln: West European Summer Time (WEST) / (UTC +01:00) = MEZ/MESZ -01:00 • Link

Karten
1. Übersicht (Roter Pin = Teneriffa)

Quelle

2. Teneriffa

© OpenStreetMap-Mitwirkende

3. Sky Pollution

»Lichtverschmutzungskarte« von Teneriffa. Der exquisite Standortvorteil des Parador-Hotels (roter Pin) wird deutlich.
  


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Studiosus / kultimer
  Startschuss
23. März 2018  •  23.08 Uhr

Die Mindest-Teilnehmerzahl wurde bereits erreicht und überschritten: Die Reise findet statt!

Anmeldungen sind aber noch möglich.
  


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  Habe Camera, werde reisen
30. März 2018  •  22.38 Uhr


Der Ausspruch »Habe Camera, werde reisen« wird einem namentlich nicht bekannten Fotoreisenden des 19. Jahrhunderts zugesprochen, als die Fotografie noch in den Kinderschuhen steckte. Noch heute enthält er eine große Verheißung, denn auf Reisen ist die Frequenz neuer Eindrücke besonders hoch, der Wunsch, das Gesehene und Erlebte in möglichst eindrucksvollen Bildern der Vergänglichkeit des Augenblicks zu entreißen, besonders ausgeprägt.
  


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  Veranstalter
Studiosus / kultimer
  Jetzt anmelden!
27. Februar. 2018  •  9.32 Uhr

Die offizielle Ausschreibung auf der Webseite von kultimer/Studiosus ist erschienen.

Dort kann man sich über den genauen Reiseverlauf informieren und sich auch anmelden. Die Reisebeschreibung ist ebenfalls im aktuellen kultimer-Katalog enthalten, der in vielen Reisebüros erhältlich ist.

Ich freue mich schon sehr darauf, Sie kennen zu lernen und mit Ihnen und Ihren Kameras die sternklaren Nächte auf Teneriffa zu genießen.
  


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  Ausschreibung und Anmeldung
16. Februar 2018  •  16.55 Uhr

Diese Reise ist ab dem 27. Februar 2018 buchbar.

Eine unverbindliche Voranmeldung bei Studiosus/kultimer ist aber jederzeit möglich.
 


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  Blogstart
3. August 2017  •  16.21 Uhr

Danke für Ihren Besuch dieser Webseite. Thema des Blogs: Die geplante Eventreise

Astronomie und Fotografie auf Teneriffa II
11. - 18. Juni 2018

Fachliche Betreuung durch Stefan Seip (Fotografie/Astrofotografie) und Peter Habison (Astronomie).

Freuen Sie sich u.a. auf fünf Nächte im Hotel »Parador« unter einem grandiosen Sternenhimmel auf 2.200 Meter Meereshöhe. Definitiv werden wir auch das Observatorio del Teide besuchen und dort den Einbruch der Nacht erleben.

Derzeit können noch keinerlei weitere Einzelheiten zu diesem Reiseangebot genannt werden. Alle Neuigkeiten erfahren Sie zeitnah hier, auf diesem Blog!

Diese Veranstaltung wird nochmals angeboten vom 4. - 11. Juni 2018.

»Astronomie und Fotografie auf Teneriffa« knüpft an die Tradition erfolgreicher kultimer-Reisen an, bei denen Astronomie, Fotografie und Astrofotografie Schwerpunktthemen waren.

Die vergangenen Veranstaltungen im Überblick:

La Palma 2017 Teneriffa 2016 II Teneriffa 2016 IChile 2016 Teneriffa 2015
  


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