Um den Planeten Mars kreisen 2 kleine Monde namens Phobos (griech. Furcht) und Deimos (griech. Schrecken). Phobos und Deimos begleiteten in der Ilias von Homer den Kriegsgott Aries (griech. f. Mars). Sie sind - verglichen mit dem allen wohlbekannten Erdmond - geradezu Winzlinge. Nur knapp 27 km bzw. 15 km gross sind die beiden. In ihrer Form ähneln sie einer länglichen Kartoffel, übersät mit Einschlagskratern.

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Phobos
 

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Deimos
 

   Durchmesser   Durchmesser 
Mutterplanet
 Rel. Durchmesser 
Mond/Planet
Erdmond    3476 km 12.736 km 27 %
Phobos 26,6 km 6.787 km 0,4 %
Deimos 15,2 km 6.787 km 0,22 %

Die Beobachtung der Marsmonde von der Erde aus gestaltet sich schwierig. Dafür gibt es drei Gründe:
  1. Verglichen mit unserem Mond sind die Marsmonde sehr weit von uns entfernt (Erdmond: 384.400 km, Marsmonde zur Opposition 2003: 55,7 Millionen km)
     
  2. Die beschriebene Winzigkeit von Phobos und Deimos.
     
  3. Die geringe Distanz der Marsmonde vom Planeten, was mit den Umlaufbahnen der Monde zusammenhängt. Der helle Mars überstrahlt die lichtschwachen Monde, die in seiner unmittelbaren Nähe stehen.

Entdeckt wurden Phobos und Deimos bereits 1877 mit einem 26-Zoll-Refraktor am Marine-Observatorium in Washington D.C. durch den Astronomen Asaph Hall. Auch mit modernsten Mitteln sind die Mondchen von der Erde aus gesehen völlig strukturlose Lichtpünktchen. Unter anderem photographierten die Raumsonden VIKING (1977) und MARS GLOBAL SURVEYOR (1998) die beiden Monde aus nächster Nähe und entdeckten damit die wahre Gestalt der beiden Marsbegleiter. Vermutlich handelt es sich bei ihnen um 'eingefangene' Asteroiden ohne eine gemeinsame Entstehungsgeschichte mit ihrem Mutterplaneten Mars.

Mehr zu den beiden Mini-Monden finden Sie [HIER].