Opposition

Am 28. August 2003 trat eine Mars-Opposition ein. Es standen die Sonne, Erde und der Mars in der genannten Reihenfolge hintereinander. Von der Erde aus gesehen stand Mars also der Sonne gegenüber. Er ging am Osthimmel auf, wenn die Sonne im Westen untergeht, erreichte gegen Mitternacht seine Höchststellung um Süden und sank erst bei Sonnenaufgang unter den Horizont. Man konnte ihn also die ganze Nacht beobachten. Durchschnittlich alle 2 Jahre und 50 Tage wiederholt sich eine solche Oppositionsstellung. Allerdings ist die Umlaufbahn des Mars kein Kreis, sondern eine Ellipse. Daher schwankt der minimale Abstand Erde-Mars bei den Oppositionen erheblich. 2003 ereignete sich eine besonders günstige Opposition. In einem Zeitraum von einigen Wochen um die Opposition ergaben sich daher außerordentlich gute Beobachtungsbedingungen.
 

Die Mars-Oppositionen von 1997 bis 2010
 
Der minimale Abstand während einer Opposition variiert zwischen 55,6 Mio. und 101 Mio. Kilometern. Je nachdem, ob der Planet sich in am sonnennächsten Punkt (Perihel) oder am sonnenfernsten Punkt (Aphel) befindet, spricht man von einer Perihel- bzw. Aphel-Opposition. Ungefähr alle 15 Jahre kommt es zu einer Perihel-Opposition. Allerdings fallen nicht alle Perihel-Oppositionen gleich günstig aus. Nur wenn das Oppositionsdatum und das Perihel–Datum nahe beieinander liegen, ergibt sich eine besonders geringe Distanz.

Bei der Perihel-Opposition von 2003 näherte sich Mars der Erde auf 55,76 Mio. Kilometer. So nah kam Mars der Erde seit 59.000 Jahren nicht mehr. Und erst im Jahre 2.287 kommt der rote Planet der Erde noch ein bischen näher. Dann beträgt sein Abstand 55,69 Mio. Kilometer. Bei der größten Annäherung im August 2003 brauchte das von Mars reflektierte Sonnenlicht noch etwas mehr als 3 Minuten, bis es auf der Erde ankam.

Wer die Mars-Sichtbarkeit 2003 verpasst hat, darf noch auf November 2005 hoffen: Dann trennen uns nur 69 Mio. km vom Mars.
 

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